KSK Online Banking

Die Kreissparkasse Heilbronn KSK Online Banking reagiert darauf, dass immer weniger Kunden in die Filialen kommen, während das Online-Banking immer weiter zunimmt. In den kommenden drei bis sechs Jahren wird das Institut daher „möglicherweise“ die Hälfte der heutigen 82 Filialen schließen. Das sagte Vorstandsvorsitzender Ralf Peter Beitner der Heilbronner Stimme.

Betroffen von den noch nicht näher konkretisierten Schließungsplänen werden vor allem Kleinfilialen sein, die heute nur noch mit einem Mitarbeiter besetzt sind. Bei dem Schritt gehe es nicht um Kosteneinsparungen, versicherte Beitner. Auch sei kein Stellenabbau beim größten Kreditinstitut der Region geplant.

Alle Filialen der KSK im Überblick finden Sie auf der Homepage der Kreissparkasse.

Parallel zur Schließung der Kleinfilialen will die Kreissparkasse ihr Beratungsangebot ausbauen. So sollen mehr Berater und entsprechende Dienstleistungen an den größeren Standorten gebündelt werden. Auch werde in den nächsten Monaten ein telefonisches Kundencenter in der Zentrale eingerichtet, um der wachsenden Anzahl an telefonischen Beratungswünschen Rechnung zu tragen, sagte der Vorstandschef.

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KSK Online Banking

KSK Online Banking

Wirtschaftlich steht die Kreissparkasse Heilbronn gut da. Das Kundenkreditgeschäft legte nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro zu. Das Einlagengeschäft wuchs um 7,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme wuchs um rund sieben Prozent und liegt nun bei rund neun Milliarden Euro. Den Jahresüberschuss konnte die Kreissparkasse trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase mit 11,5 Millionen Euro stabil halten. Die Mitarbeiterzahl sank leicht auf 1572.

Im vierten Stock der KSK-Zentrale am Wollhaus hat das Institut ein neues Kundencenter eingerichtet, in dem 60 Mitarbeiter, davon sechs Bankberater, Kunden telefonisch betreuen. Offiziell eröffnet wird das Center am 10. Oktober, seit Anfang Mai läuft die Testphase, mit der die KSK sehr zufrieden ist.

Verlässliche Erreichbarkeit

Die Kunden wünschten sich leicht zugängliche Informationen und verlässliche Erreichbarkeit, “ohne zwingend eine Filiale aufsuchen zu müssen”, sagte KSK-Vorstandsvorsitzender Ralf Peter Beitner beim Presserundgang am Donnerstag. Da die Kreissparkasse seit einigen Jahren eine Zunahme der telefonischen Kundenanfragen registriert, hat sie beschlossen, die entsprechenden Kapazitäten zu verdoppeln. Im vierten Stock wurden daher 60 moderne Arbeitsplätze geschaffen, an denen die Mitarbeiter mit Headsets und auch mit Hilfe von Computern oder Tablets die Kunden beraten können. Mit der sogenannten Screensharing-Methode ist es möglich, dass Berater und Kunde synchron dieselben Inhalte sehen. Sparkasse online banking

KSK Online Banking

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Keine Warteschleife

“Wir zählen monatlich im Schnitt 30.000 Anrufe”, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Steck. Deshalb sei es wichtig, dass Kunden “schnell eine kompetente Antwort bekommen”. Die Kreissparkasse verspricht sehr kurze Wartezeiten, kein Anrufer lande in einer Warteschleife oder müsse sich durch ein Menü klicken, betont Steck.

Chats werden beliebter

Auch die Erreichbarkeit hat die KSK verbessert: An Wochentagen ist das Kundencenter von 8 bis 20 Uhr besetzt, an Samstagen von 8 bis 14 Uhr. Zu diesen Zeiten können die Kunden auch online in Form eines Chats mit den KSK-Mitarbeitern Kontakt aufnehmen. Eine Kommunikationsform, die laut Steck immer beliebter wird. “Im Jahr 2015 hatten wir 1700 Chats, dieses Jahr erwarten mindestens 8000”, sagt der Vorstand. Bei 200.000 Privatkunden ist da freilich noch viel Luft nach oben. Kreissparkasse Köln

Vor-Ort-Beratung bleibt bestehen

Beitner und Steck betonen, dass mit dem Kundencenter die Beratung vor Ort nicht ersetzt werden soll, sondern dass es sich um ein zusätzliches Angebot handele. “Wir werden auch weiterhin persönlichen Service, vor allem aber Beratung vor Ort bieten”, verspricht Beitner. Gerade bei komplexen Themen wie Baufinanzierung sei der Gang in die Filiale sinnvoll. Einfache Dienstleistungen dagegen könnten bequemer am Telefon erledigt werden. “Wir sehen hier eine hohe Akzeptanz gerade bei älteren Kunden”, betont Bernhard Steck.